Die Kinder von Himmlerstadt

Das Schicksal von 45.000 Kinder im Gebiet Zamość

1942/43 planten die deutschen Nazionalsozialisten die Aktion AktionZamość: Zamość - umbenannt in Himmlerstadt - und die umliegenden dreihundert Dörfer sollten nach Aussiedlung, Pazifikationen und Vernichtungsaktionen germanisiert werden, um den eroberten Ostraum zu sichern. Diese Aktion trug wesentlich zum erbitterten Widerstand der Polen gegenüber der deuschen Besatzung bei.
Der Film versucht, den Ereignissen von 1942/43 nachzugehen. Augenzeugen, die diese mörderische Aktion als Kinder miterlebten, berichten von den verschiedenen Stationen ihres Leidensweges: der Aussiedlung, dem Auffanglager Zamość, den Zugtransporten kreuz und quer durch Polen.
Der Film zeigt auch Beispiele des Widerstandes und der Unterstützung der Bevölkerung: Eine Frau berichtet von einer Kinderrettungsaktion und einer Demonstration bei der Beerdigung der erfrorenen und verhungerten Kinder. Herr Zamoyski erzählt von einem einfachen Bauern, der sich trotz Lebensgefahr nicht abschrecken ließ, den Kindern im Lager Nahrung zu bringen. Diese Augenzeugenberichte werden ergänzt durch weitgehend unbekanntes dokumentarisches Film- und Fotomaterial aus polnischen Archiven.
Wir recherchierten vor Ort und stießen dort auf die beiden Dokumentenbände des polnischen Historiker Czesław Madajczyk "Sonderlaboratorium SS", in dem die Geschehnisse der Jahre 1942/43 im Gebiet um Zamość mit polnischen und deutschen Dokumenten belegt werden.